Zimmertüren mit Lichtausschnitt verbinden Funktionalität mit Ästhetik: Sie lassen natürliches Tageslicht in dunklere Räume fallen und setzen gleichzeitig dekorative Akzente. Ob Klarglas, Milchglas oder Ornamentglas – die Varianten sind vielfältig. Hier erfährst du alles über Grössen, Ausführungen und worauf du beim Kauf achten solltest.
Mangelndes Licht ist oft nicht nur in Altbauten ein Problem, sondern auch in vielen Wohnungen und Häusern neueren Datums. Im Erdgeschoss gelegen oder in Richtung des schattigen Innenhofes, zu kleine oder zu wenige Fenster, häufig dringt nur wenig Licht in die Räume, sodass man auch tagsüber das Licht anschalten muss.
Innentüren mit Glasausschnitt können an dieser Stelle zumindest etwas Abhilfe schaffen. Dadurch, dass diese Variante nicht vollständig blickdicht ist, kann man die Helligkeit aus Flur oder den anliegenden Räumen nutzen. So erscheint das Zimmer gleich viel freundlicher und einladender.
Gleichzeitig dient das Glas als dekoratives Element und macht aus jeder lackierten sowie jeder CPL-Innentür einen echten Hingucker. Ideal, wenn man zum Beispiel seine Wohnzimmertür betont in Szene setzen möchte. Besonders edel wirken dabei weisse Türen mit Glaseinsatz – die Kombination aus Glas und dem hellen Türblatt vergrössert den Raum zusätzlich optisch.
Neben dem Wohnzimmer eignet sich eine Innentür mit Glasausschnitt natürlich auch für deine anderen Räume. An der Küchentür macht ein solches Türblatt mit Glaseinsatz beispielsweise ebenfalls eine hervorragende Figur. Damit keine Gerüche aus der Küche hinausströmen, ist es allerdings wichtig, dass die Zimmertür ordentlich mit einer Dichtung verschlossen ist – auch der Lichtausschnitt muss gut abgedichtet sein.
Hast du ein Badezimmer ohne Tageslicht, kann eine Badtür mit Glaseinsatz dafür sorgen, dass durch den Flur trotzdem etwas natürliches Licht hineinfällt und deinem Bad eine angenehmere Atmosphäre verleiht. Für das gewisse Mass an Privatsphäre solltest du den Lichtausschnitt hier aber besser mit einem Ornament- oder Milchglas ausstatten.
Die Norm DIN 18101 regelt die Standardmasse für Innentüren in Deutschland. Die häufigsten Türmasse im Überblick:
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Bezeichnung |
Türblattbreite |
Türblatthöhe |
Wandöffnung (B x H) |
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Schmalste Tür |
610 mm |
1.985 mm |
635 x 2.010 mm |
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Standard schmal |
735 mm |
1.985 mm |
760 x 2.010 mm |
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Standard |
860 mm |
1.985 mm |
885 x 2.010 mm |
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Breit |
985 mm |
1.985 mm |
1.010 x 2.010 mm |
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Überhöhe |
860 mm |
2.110 mm |
885 x 2.135 mm |
Eine Standard-Zimmertür ist also 860 mm breit und 1.985 mm hoch. Bei der Wandöffnung werden umlaufend ca. 25 mm für die Türzarge hinzugerechnet. In Altbauten können die Masse abweichen – hier empfiehlt es sich, vor dem Kauf genau nachzumessen.
Der Lichtausschnitt (LA) bezeichnet die Öffnung im Türblatt, in die das Glas eingesetzt wird. Gängige Varianten sind:
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Variante |
Beschreibung |
Geeignet für |
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LA 1 (klein) |
Kleiner rechteckiger Ausschnitt im oberen Türdrittel |
Flurtüren, dezenter Lichteinfall |
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LA 2 (mittel) |
Grösserer Ausschnitt, ca. 1/3 der Türblatthöhe |
Wohnzimmer, Küche |
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LA 3 (groß) |
Großer Ausschnitt über ca. 2/3 der Türhöhe |
Maximaler Lichteinfall, offenes Wohnen |
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LA rund / Bullauge |
Runder Glasausschnitt |
Designakzent, maritime Optik |
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LA mit Sprossen |
Mehrere kleine Glasfelder durch Sprossen unterteilt |
Landhaus-Stil, klassisch |
Tipp: Je grösser der Lichtausschnitt, desto mehr Tageslicht gelangt in den Raum. Für Räume mit Privatsphäre-Bedarf (Bad, Schlafzimmer) empfiehlt sich ein kleinerer LA mit Milch- oder Ornamentglas.