Ein klassisches Gartenhaus verbindet Funktionalität mit einem Erscheinungsbild, das sich harmonisch in jeden Gartenstil einfügt. Symmetrische Formen, Satteldach, Holzschalung und breite Fenster: Das klassische Gartenhaus ist die meistgewählte Bauform und passt zu Reihenhäusern ebenso wie zu großen Villengärten.
Ein klassisches Gartenhaus zeichnet sich durch eine symmetrische Grundform, in der Regel rechteckig oder quadratisch, und ein Satteldach oder Pultdach aus. Die Fassade besteht aus horizontaler oder vertikaler Holzschalung im Gegensatz zu moderneren Designs . Fenster sind meist zweiteilig und klappbar, Türen meist in der Mitte der Frontseite oder seitlich angeordnet. Diese Bauweise ist seit Jahrzehnten bewährt, weil sie einfach zu bauen, leicht zu reparieren und in der Optik zeitlos ist.
Klassische Gartenhäuser sind in einem breiten Größenspektrum verfügbar. Die kleinsten Modelle haben eine Grundfläche von etwa 3 mal 2 Metern und eignen sich als Gerätehäuser für Rasenmäher, Gartengeräte und Gießkannen. Mittlere Größen zwischen 4 mal 3 und 5 mal 3 Metern lassen sich als Stauraum, kleines Hobbyhaus oder Gartenlounge nutzen. Größere Modelle ab 6 mal 4 Metern bieten ausreichend Raum für eine Werkstatt, einen Gästeraum oder einen vollwertigen Aufenthaltsraum.
• Gerätehaus: ab 4 m², rein für Lagerung und Werkzeug
• Gartenlounge / Hobbyhaus: 8 bis 15 m², Sitz- und Arbeitsplatz
• Wochenendhaus: ab 16 m², ausbaufähig, für längere Aufenthalte
Für klassische Gartenhäuser wird überwiegend Fichtenholz verwendet, das tauchimprägniert oder kesseldruckimprägniert ist. Diese Behandlung schützt das Holz dauerhaft vor Fäulnis, Pilzen und Insekten. Das Holz kommt naturbelassen in einem hellen Ton. Wichtig: Naturbelassenes Holz muss spätestens direkt nach der Montage innen und außen mit einem Holzschutzmittel behandelt werden. Der Erstanstrich sollte mindestens alle zwei Jahre wiederholt werden, um das Holz vor Verformung, Verwitterung und Schädlingsbefall zu schützen. Wer die helle Holzfarbe langfristig erhalten möchte, greift zu einer deckenden Farbe oder Holzlasur. Ohne farbige Behandlung graut das Holz mit der Zeit zu einem silbrigen Ton nach.
Die Wandstärke entscheidet über die Nutzbarkeit deines Gartenhauses:
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Wandstärke |
Geeignet für |
Heizbar? |
Hinweis |
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19–25 mm |
reine Lagerung, Gerätehaus |
nein |
günstigste Option |
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28–34 mm |
Hobbyraum, Frühjahr bis Herbst |
bedingt |
für gelegentliche Aufenthalte |
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44 mm |
Aufenthaltshaus, Werkstatt |
gut |
empfohlen für regelmäßige Nutzung |
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58–70 mm |
ganzjährige Nutzung, Ferienhaus |
sehr gut |
auch im Winter komfortabel heizbar |
Tipp: Lege vor dem Aufbau eine Dampfsperre zwischen Fundament und Holzschwelle. Das verhindert, dass Feuchtigkeit aus dem Boden in die unterste Holzlage einzieht und zu Fäulnis führt.
Das Gartenhaus darf niemals direkt auf der Erde stehen. Geeignete Fundamente sind eine Betonplatte, eine Punktfundament-Konstruktion aus Betonpfeilern, Pflastersteinplatten oder ein Stahlrahmen. Die Unterkante des Hauses sollte mindestens 10 Zentimeter über dem Erdniveau liegen, damit Spritzwasser das Holz nicht dauerhaft nass hält. Der Aufstellort sollte eben sein, ausreichend Abstand zu Bäumen und großen Sträuchern haben, und nicht in einer Mulde liegen, wo sich Wasser sammeln kann.