Laminatboden wird schwimmend verlegt und benötigt zwingend eine Trittschalldämmung. Ohne Unterlage überträgt der harte HDF-Träger jeden Schritt als Geräusch. Die richtige Dämmung senkt den Trittschall, gleicht kleine Unebenheiten aus und schützt bei Bedarf zusätzlich vor Restfeuchte aus dem Untergrund.
Laminatboden wird schwimmend verlegt und benötigt zwingend eine Trittschalldämmung. Ohne Unterlage überträgt die harte HDF-Trägerplatte jeden Schritt als lautes Klacken in den Raum und auf darunterliegende Geschosse. Die richtige Dämmung reduziert den Trittschall um 15 bis 22 Dezibel und verbessert gleichzeitig den Gehkomfort.
|
Material |
Stärke |
Trittschall |
Besonderheit |
|
PE-Schaumfolie |
2–3 mm |
15–18 dB |
günstig, Standardlösung |
|
Kork-Unterlage |
2 mm |
18–20 dB |
natürlich, guter Schallschutz |
|
XPS-Platten |
3–5 mm |
18–22 dB |
druckstabil, ebnet leichte Unebenheiten |
|
Holzfaserplatten |
5–7 mm |
20–25 dB |
bester Schallschutz, nachhaltig |
Für Mietwohnungen und Mehrfamilienhäuser sind Holzfaserplatten die beste Wahl, da sie den höchsten Trittschallschutz bieten. In Einfamilienhäusern ohne sensible Nachbarn reicht eine PE-Schaumfolie in der Regel aus. Korkboden-Dämmung nutzt dasselbe Kork-Material, ist aber auf die weicheren Eigenschaften des Korkbelags abgestimmt.
Auf Estrich und Beton ist eine separate PE-Dampfbremsfolie Pflicht, sofern sie nicht bereits in die Trittschalldämmung integriert ist. Viele 2-in-1-Unterlagen kombinieren Dämmung und Dampfbremse in einer Bahn – das spart einen Arbeitsschritt. Die Folie wird mit 20 cm Überlappung verlegt und an den Bahnenrändern verklebt.
Auf trockenen Holzuntergründen im Dachgeschoss oder Obergeschoss kann die Dampfbremse entfallen. Eine CM-Feuchtemessung des Estrichs gibt Sicherheit, ob der Untergrund ausreichend trocken ist.
Tipp: Nie zwei Lagen Dämmung übereinander verlegen. Das Laminat federt sonst zu stark und die Klickverbindungen brechen. Die maximale Gesamtstärke von Dämmung und Dampfbremse sollte 5 mm nicht überschreiten.
Bei Fußbodenheizung zählt ein niedriger Wärmedurchlasswiderstand. PE-Schaumfolie mit 2 mm Stärke leitet die Wärme am besten weiter. Dicke Holzfaserplatten isolieren zu stark und reduzieren die Heizeffizienz spürbar. Der R-Wert des Gesamtaufbaus – Dämmung plus Laminat – sollte 0,15 m²K/W nicht überschreiten.
Parkett-Dämmung folgt dem gleichen Prinzip bei Fußbodenheizung: dünne, wärmeleitfähige Unterlage für schnelle Wärmeübertragung.
Vinyl-Dämmung ist noch dünner ausgelegt (1–1,5 mm), da Vinyl-Klick-Verbindungen empfindlicher auf zu viel Federwirkung reagieren.
Für normale Wohnräume reicht eine PE-Schaumfolie (2–3 mm, 15–18 dB). Für Mehrfamilienhäuser empfehlen sich Holzfaserplatten (5–7 mm, 20–25 dB). Bei Fußbodenheizung immer PE-Schaumfolie oder Kork verwenden – maximale Gesamtstärke von Dämmung und Boden: 5 mm.
Auf Beton und Estrich ist eine Dampfbremse Pflicht – viele Trittschalldämmungen haben sie bereits integriert (2-in-1- Unterlage). Auf trockenem Holzuntergrund (Dachgeschoss, Obergeschoss) kann die Dampfbremse entfallen. Feuchte vorher mit CM-Messgerät prüfen.
Nein – niemals zwei Lagen übereinander verlegen. Das Laminat federt zu stark und die Klickverbindungen brechen frühzeitig. Die maximale Gesamtstärke von Dämmung plus Dampfbremse beträgt 5 mm.
PE-Schaumfolie (2 mm) ist die beste Wahl bei Fußbodenheizung – sie leitet Wärme optimal weiter. Holzfaserplatten isolieren zu stark. Der R-Wert des Gesamtaufbaus (Dämmung + Laminat) sollte 0,15 m²K/W nicht überschreiten.
Für 25 m² Raumfläche plane ca. 28 m² Dämmung ein (25 m² + 10 % Verschnitt). Eine 30-m-Rolle mit 1 m Breite reicht aus. Bahnen immer mit 2–3 cm Überlappung verlegen und verkleben.