Rigid Vinyl oder SPC-Vinyl ist eine besondere Art von Vinylboden, die durch ihre einzigartige Konstruktion und Stabilität besticht. SPC steht für "Stone-Plastic-Composite" und weist auf die Kernschicht hin, die aus einer Mischung von Kalk- oder Steinmehl und dem Kunststoff Polyvinylchlorid besteht. Durch dieses Gemisch erhält der Bodenbelag seine bemerkenswerte Steifigkeit. Im Allgemeinen setzt sich ein Rigid-Vinylboden aus SPC-Kern, Dekorschicht und transparenter Nutzschicht zusammen.
Durch die starre Trägerplatte bleibt Rigid Vinyl formstabil. Du kannst das Vinyl problemlos auf bereits vorhandenem Bodenbelag wie Fliesen verlegen, ohne Vorbehandlung. Der Telegrafie-Effekt (Durchdrücken des Fliesenprofils) ist passé und kleine Unebenheiten werden ausgeglichen. Rigid Vinyl hat mit 3,2 bis 5,2 mm eine geringe Aufbauhöhe und verzieht sich nicht bei Sonneneinstrahlung – ideal für Wintergärten. Auch als Vinylboden im Badezimmer ist Rigid Vinyl feuchtraumgeeignet.
Rigid Vinyl wird schwimmend verlegt – kein Kleber, kein Nageln. Die wichtigsten Punkte:
• Verlegerichtung: parallel zum Lichteinfall (Richtung Fenster). In langen, schmalen Räumen auch Querverlegung möglich.
• Akklimatisierung: 48 Stunden im Raum bei 18–28 °C lagern, bevor du beginnst.
• Dehnungsfuge: 8–10 mm Abstand zu allen Wänden und festen Einbauten.
• Untergrund: Ebenheit ±3 mm auf 2 m Messlatte. Unebenheiten bis 3 mm gleicht SPC selbst aus.
• Feuchtraumversiegelung: Fugen an Wänden und Sockelleisten im Nassbereich mit Sanitärsilikon abdichten.